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Foto: Karl Grabherr

VERÄNDERUNG DER MILCH IM LAUFE EINER STILLMAHLZEIT

In der Muttermilch ist das Fett die Substanz, die am meisten variiert. Das Stillverhalten beeinflußt den Fettgehalt. Der Fettgehalt ist niedriger, wenn längere Abstände zwischen den Stillmahlzeiten sind. Die Hintermilch, am Ende des Stillens, ist 5 mal fettreicher als die Vordermilch.

Dies ist besonders für das Stillmanagement zu beachten und vor allem für Frühgeborene, die noch recht schwach sind. Hier ist es von Nutzen, wenn die Mutter zuerst etwas Milch abpumpt, damit dem kleinen Baby der "Leerlauf" bis der Milchspendereflex ausgelöst wird erspart bleibt, und/oder man pumpt von der Vordermilch ab, damit das Baby schneller zur fettreichen Hintermilch kommt.

Um die Mittagszeit ist der Fettgehalt am höchsten, in der Nacht am niedrigsten.

Der Fettgehalt ändert sich von Mahlzeit zu Mahlzeit und von Woche zu Woche.

Innerhalb einer Stillmahlzeit, wo sich der Fettgehalt auch verändert, ist die Vordermilch, die zum Beginn des Stillens vorhanden ist, eher wässrig und daher durstlöschend und hat einen geringen Fettgehalt.

In der Hintermilch, die am Ende des Stillens vorhanden ist, ist mehr Fett enthalten und daher ist sie auch sättigender.
Es ist wichtig, daß das Baby nicht zu schnell von der 1. Brust weggenommen wird, sondern daß man es lange saugen läßt, damit es zur Hintermilch kommt und auch satt wird.

Man soll dem Baby selber die Entscheidung lassen, wann es an der 1. Brust zu saugen aufhört, denn nur so kann man sicher gehen, daß es das richtige Verhältnis von Flüssigkeitsmenge und Fett erhalten hat.

Wenn man zu früh die Brust wechselt, bekommt das Baby von beiden Seiten nur die wässrige, durstlöschende Vordermilch, bekommat also nur kalorienarme Milch. Es wird nur langsam zunehmen.

Literaturhinweis

 

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